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03.07.2020, 09:08 Uhr | Wilfried Goebels
Kaufkraft der Rentner schwankt je nach Wohnort um bis zu 52 Prozent
Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter. Regional variiert die Kaufkraft der Renten um bis zu 52 Prozent. Zu diesem dramatischen Ergebnis gelangt der Autor einer neuen Prognos-Studie im Auftrag der Deutschen Versicherer, Heiko Burret. Während Rentner in der teuersten deutschen Stadt München mit einer Rente von 1000 Euro monatlich nur 760 Euro Kaufkraft erreichen, hat ein Ruheständler im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster mit 1158 Euro die bundesweit größte Kaufkraft.

Wilfried Goebels
Berlin - Laut Studie ist das Leben für Rentner besonders teuer im Süden der Republik. Gleich sieben der teuersten Ruhesitze liegen in Bayern. Sogar 48 der 50 teuersten Regionen befinden sich in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Interessant: Auch innerhalb Bayerns weist der an die neuen Bundesländer angrenzende Landkreis Freyung-Grafenau eine 49 Prozent höhere Kaufkraft aus als die Metropole München. Besonders günstig für Rentner ist das Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier liegen alle 14 Kreise und kreisfreien Städte bei den Lebenshaltungskosten unter dem Bundesdurchschnitt. In Brandenburg rangiert nur die Landeshauptstadt Potsdam mit Platz 38 unter den teuersten 50 der insgesamt 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Im Norden liegen neben Berlin und Potsdam nur Hamburg und Nordfriesland unter den 50 teuersten Regionen.
 
Die Bundeshauptstadt Berlin landet laut Studie auf Platz 44, die Kaufkraft der Ruheständler im Ruhrgebiet liegt hingegen über dem Durchschnitt: In Duisburg etwa bei 1064 Euro. Autor Burret weist dabei ausdrücklich darauf hin, dass teurere Regionen für Ruheständler nicht automatisch finanziell unattraktiver sein müssen. Da das Lohnniveau in den süddeutschen Ballungsräumen in der Regel über den Gehältern im Norden liegt, sind dort meist auch die Renten höher. Damit lässt sich die geringere Kaufkraft vielfach ausgleichen. In der Studie hat Prognos bei der Gewichtung des Warenkorbs der Rentner Gesundheitsausgaben und Mieten höher bewertet als Bildungsausgaben. Die Pestel-Studie kam im Auftrag des Sozialverbandes VdK zum Ergebnis, dass teure Städte wie München und Bamburg für Rentner kaum noch bezahlbar seien. Der VdK warnte deshalb vor einer „grauen Wohnungsnot“ und einer Verdrängung aufs Land.
 
Wilfried Goebels

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